Rund 80 Sprossenfenster und drei Haustüren für ein Mehrfamilienhaus in Rain am Lech

Mehrfamilienhaus in Rain am Lech mit neuen basaltgrauen Sprossenfenstern nach dem Fensteraustausch

In Rain am Lech, im Landkreis Donau-Ries, haben wir ein Mehrfamilienhaus mit Sozialwohnungen in kirchlicher Trägerschaft mit neuen Fenstern und Haustüren ausgestattet. Rund 80 Fenster und drei Haustüren wurden ausgetauscht, die vorhandenen Rollladenkästen saniert und gedämmt. Im Anschluss erhielt das Gebäude eine Fassadendämmung. Aus einem Haus mit alten, undichten Holzfenstern ist damit ein Gebäude geworden, das energetisch wieder auf der Höhe der Zeit ist.

Ausgangslage: alte Holzfenster in einem Haus mit vielen Wohnungen

Die alten Holzfenster des Gebäudes waren deutlich mehr als nur in die Jahre gekommen. Bei einem Mehrfamilienhaus mit vielen Wohneinheiten summiert sich das: Jedes undichte Fenster kostet Heizenergie, und wenn es rund 80 davon gibt, spüren das die Bewohner an der Zugluft ebenso wie der Eigentümer an den Nebenkosten. Für die Planung bedeutete das Projekt zwei Dinge. Zum einen musste eine große Zahl an Fenstern in gleicher Ausführung gefertigt und zügig eingebaut werden, möglichst mit wenig Belastung für die Bewohner, die während der Arbeiten in ihren Wohnungen bleiben. Zum anderen stand von Anfang an fest, dass die Fassade im Anschluss gedämmt wird, sodass die neuen Fenster von vornherein für den späteren Anschluss an die Dämmung gesetzt wurden.

Die Fenster: Schüco LivIng 82 MD mit Dreifachverglasung, außen Basaltgrau

Eingebaut wurden Kunststofffenster der Serie Schüco LivIng 82 MD mit Dreifachverglasung. Das MD steht für Mitteldichtung: Zusätzlich zu den beiden äußeren Dichtungsebenen trennt eine dritte Dichtung in der Mitte des Profils den Rahmen in eine kalte und eine warme Zone. Das verbessert die Wärmedämmung und den Schallschutz und sorgt dafür, dass das Fenster rundum dicht schließt. Außen sind die Fenster in Basaltgrau foliert, ein dunkler, zurückhaltender Ton, der dem Gebäude zusammen mit der neuen Fassade ein ruhiges und zeitgemäßes Bild gibt.

Jedes Fenster ist mit einem Sicherheitsbeschlag ausgestattet, der das Aufhebeln des Flügels deutlich erschwert. Dazu kommen Fensterfalzlüfter, und die sind bei einem Mietshaus mehr als ein Detail. Neue Fenster schließen so dicht, dass der unkontrollierte Luftaustausch der alten Holzfenster komplett wegfällt. Wird dann nicht ausreichend gelüftet, steigt die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung, und an kühlen Stellen kann sich Schimmel bilden. Fensterfalzlüfter sitzen unsichtbar im Falz zwischen Rahmen und Flügel und lassen bei geschlossenem Fenster eine geringe, kontrollierte Luftmenge nachströmen. So ist ein Mindestluftwechsel sichergestellt, unabhängig davon, wie regelmäßig die Bewohner lüften, und das Gebäude bleibt dauerhaft vor Feuchteschäden geschützt.

Sprossen, die auch von der Seite echt wirken

Die Fenster des Hauses hatten schon vorher eine Teilung, und die sollte erhalten bleiben. Alle rund 80 Fenster wurden deshalb mit 34 mm breiten Sprossen ausgeführt, die auf das Glas geklebt sind. Damit die Teilung nicht wie aufgesetzt wirkt, läuft im Scheibenzwischenraum zusätzlich ein Abstandhalter in der Linie der Sprossen. Wer schräg auf das Fenster blickt, sieht dadurch eine durchgehende Sprosse und keinen Spalt zwischen den Scheiben. Das kommt dem Bild einer echten Glasteilung sehr nahe, ohne die Nachteile einzeln verglaster Felder: Die Dreifachscheibe bleibt eine Einheit, die Dämmwerte gelten für die ganze Fläche, und das Putzen bleibt einfach.

Drei Haustüren mit Seitenteilen und Sprossen

Auch die drei Hauseingänge wurden erneuert. Die neuen Haustüren haben jeweils ein Seitenteil, das Tageslicht ins Treppenhaus bringt, und greifen mit ihren Sprossen die Teilung der Fenster auf. So bilden Türen und Fenster ein einheitliches Bild, und die Gebäudehülle ist auch an den Eingängen wieder dicht und gedämmt.

Rollladenkästen saniert statt ersetzt

Die vorhandenen Rollladenkästen blieben im Gebäude, wurden aber komplett überarbeitet. Alte Einbaukästen sind in Häusern dieses Alters meist die größte Schwachstelle oberhalb des Fensters: Sie sind kaum gedämmt, und durch den Gurtschlitz zieht es. Wir haben die Kästen deshalb gedämmt, neue Rollladenkastendeckel gesetzt und jeden Rollladen mit neuem Behang, neuem Gurt und neuem Gurtwickler ausgestattet. Für die Bewohner bedeutet das Rollläden, die wieder leicht laufen, und für das Gebäude ein geschlossenes Dämmkonzept vom Fenster bis zum Kasten. Nach dem Fenstertausch wurde die Fassade gedämmt, sodass Fenster, Rollladenkästen und Außenwand jetzt zusammen eine durchgehend gedämmte Hülle bilden.

Projektdaten

  • Ort: Rain am Lech, Landkreis Donau-Ries
  • Gebäude: Mehrfamilienhaus mit Sozialwohnungen in kirchlicher Trägerschaft
  • Leistung: Austausch von rund 80 Fenstern und drei Haustüren, Sanierung der Bestandsrollladenkästen
  • Fenster: Schüco LivIng 82 MD, Kunststoff, Dreifachverglasung, außen Basaltgrau foliert, Fensterfalzlüfter, Sicherheitsbeschlag
  • Sprossen: 34 mm, auf das Glas geklebt, mit Abstandhalter im Scheibenzwischenraum
  • Haustüren: drei Haustüren mit Seitenteilen und Sprossen
  • Rollladenkästen: Bestandskästen gedämmt, neue Deckel, neuer Behang, neue Gurte und Gurtwickler
  • Im Anschluss: Fassadendämmung des Gebäudes

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