Denkmalschutzfenster in Augsburg – historische Optik, moderne Technik

Gebäude mit Geschichte brauchen Fenster mit Charakter. Unsere Denkmalschutzfenster verbinden traditionelle Handwerkskunst mit moderner Fenstertechnik, hoher Energieeffizienz und präziser Fertigung. Ob denkmalgeschützte Stadtvilla in Augsburg, historischer Altbau oder Landhaus im Umland – wir fertigen Fenster, die das originale Erscheinungsbild bewahren und gleichzeitig heutigen Anforderungen an Komfort, Wärmeschutz und Sicherheit gerecht werden. Mit NIVEAU Denkmalschutzfenstern erhalten Sie maßgefertigte Lösungen – authentisch im Stil, technisch auf dem Stand von heute.

Tradition bewahren – Werte erhalten

Die denkmalgerechte Fenstersanierung erfordert Erfahrung, technisches Verständnis und gestalterisches Feingefühl.
Mit über 35 Jahren Erfahrung im Fensterbau und umfassender Sanierungskompetenz wissen wir, worauf es bei der Abstimmung mit Denkmalschutzbehörden ankommt.

Unsere klassischen Holzfenster werden individuell nach Originalvorlagen, Bestandsmustern oder technischen Zeichnungen gefertigt.
Profile, Proportionen, Glasaufteilung und Details werden exakt auf das jeweilige Gebäude abgestimmt.

Ob Rundbogen-, Stichbogen-, Segmentbogen- oder Giebelfenster – jedes Element ist eine Maßanfertigung und verbindet historische Authentizität mit moderner Funktion.

Skizze Denkmalschutzfenster Augsburg mit historischer Fensteraufteilung

Holz – der authentische Werkstoff für Denkmalschutzfenster

Holz ist der traditionelle und zugleich technisch überzeugende Werkstoff für denkmalgeschützte Gebäude.
Es fügt sich harmonisch in historische Fassaden ein und bietet gleichzeitig sehr gute Wärmedämmung, Langlebigkeit und Wohnkomfort.

Unsere Denkmalschutzfenster werden aus ausgewählten Hölzern wie Meranti, Lärche oder Eiche gefertigt – je nach Objektanforderung mit Zwei- oder Dreifachverglasung.

Dank der aufwendigen 4-Schicht-Oberflächenveredelung sind die Fenster optimal gegen Witterung und Alterung geschützt – für viele Jahrzehnte.

Mehr über unsere Holzfenster für Altbau und Neubau erfahren Sie auf unserer Seite zu Holzfenstern.

Sanierte Stadtvilla mit Denkmalschutzfenstern aus Holz mit Sprossen in der Abenddämmerung

Denkmalgerechte Fenster: Auf diese Details kommt es an

Ob ein neues Fenster zu einem Baudenkmal passt, entscheidet sich an Details, die man oft erst auf den zweiten Blick bemerkt, die das Gesicht einer Fassade aber über Generationen prägen. Die Denkmalbehörde achtet deshalb nicht nur auf das Material, sondern vor allem auf Proportionen, Teilung und Profilierung. Ein Kreuzstockfenster, ein Galgenfenster oder ein Stichbogenfenster mit Kämpfer lebt von seinen Linien, und genau diese Linien übernehmen wir beim Nachbau aus dem Bestand: die Lage von Kämpfer und Setzholz, die Breite von Rahmen und Flügeln und die Aufteilung der Glasfelder.

Zu den typischen Merkmalen historischer Fenster gehören außerdem profilierte Wetterschenkel, Schlagleisten mit Kapitellen und fein gearbeitete Kämpferprofile. Wo besonders hohe Originaltreue gefordert ist, bildet die Kittfalzoptik den Glasanschluss alter Fenster nach, bei denen die Scheiben früher mit Kitt eingesetzt wurden. Ob die Teilung mit echten, glasteilenden Sprossen oder mit aufgesetzten Wiener Sprossen ausgeführt wird, legt die Behörde für das jeweilige Gebäude fest. Auch Farbe und Oberfläche werden abgestimmt, und bei Griffen und Beschlägen achten wir darauf, dass sie zum Charakter des Hauses passen.

Wie wir diese Details mit moderner Fenstertechnik verbinden, zeigen die Systeme der NIVEAU HistoricLine.

NIVEAU Denkmalschutzfenster – Systeme im Überblick

Klassische Eleganz mit originalgetreuen Details

HistoricLine 10.68

Das HistoricLine 10.68 ist ideal für stilgerechte Renovierungen und denkmalgeschützte Gebäude, bei denen die historische Optik im Vordergrund steht.
  • Bautiefe 68 mm, Zweifachverglasung
  • Uw ca. 1,3 W/m²K
  • Profilierter Wetterschenkel im historischen Stil
  • Optional mit Schlagleisten, Kapitellen oder Kämpferprofilen
  • In allen geometrischen Formen umsetzbar
  • 4-schichtige Oberflächenveredelung
  • Im Baudenkmal förderfähig: erfüllt mit Uw ca. 1,3 die BAFA-Anforderung für Baudenkmale (Uw ≤ 1,4)

Energieeffizient & denkmalgerecht

HistoricLine 10.80

Das HistoricLine 10.82 verbindet traditionelle Handwerksoptik mit moderner Wärmeschutztechnik. Ideal, wenn Denkmalschutz und Energieeffizienz gleichermaßen gefordert sind.
  • Bautiefe 80 mm, Dreifachverglasung
  • Uw bis ca. 0,87 W/m²K
  • Schlanke Ansichten für hohen Lichteinfall
  • Profilierte Wetterschenkel im historischen Design
  • Verbesserter Wärme- und Schallschutz
  • Holzarten: Lärche, Meranti, Eiche

Kittfalzoptik für maximale Authentizität

HistoricLine KF

Die HistoricLine KF wurde für Gebäude mit besonders hohen Anforderungen an Originaltreue entwickelt. Der äußere Glasnacken bildet exakt den Winkel des historischen Kittfalzes nach – optisch kaum vom Original zu unterscheiden.
  • KF 10.68: Zweifachverglasung, Uw ca. 1,3 W/m²K
  • KF 10.82: Dreifachverglasung, Uw ca. 0,87 W/m²K
  • Bautiefen 68 oder 80 mm
  • Vielfältige Sonderformen (Rund-, Stich-, Segmentbogen)
  • Kombinierbar mit modernem Schallschutz & Einbruchhemmung
  • In allen gängigen Holzarten erhältlich

Genehmigung in Augsburg: So läuft die Abstimmung mit der Denkmalbehörde

Wer in einem Baudenkmal neue Fenster einbauen möchte, braucht dafür vorher eine Erlaubnis. In Bayern sind Veränderungen an einem Baudenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz erlaubnispflichtig, und dazu zählt ausdrücklich auch die Erneuerung von Fenstern und Türen. Steht Ihr Haus nicht selbst unter Denkmalschutz, liegt aber in einem geschützten Ensemble, gilt in Augsburg: Alle von außen sichtbaren Veränderungen müssen vor Beginn der Arbeiten erlaubt werden, also auch neue Fenster zur Straße oder zum Platz. Das betrifft in Augsburg viele Gebäude, denn die gesamte Altstadt steht als Ensemble unter Schutz, und auch außerhalb der Altstadt gibt es zahlreiche geschützte Ensembles.

Zuständig ist die Untere Denkmalschutzbehörde. In der Stadt Augsburg ist sie beim Bauordnungsamt angesiedelt, in den Gemeinden des Landkreises ist meist das Landratsamt Ihr Ansprechpartner, in Großen Kreisstädten die Stadt selbst. Braucht Ihr Vorhaben ohnehin eine Baugenehmigung, etwa weil gleichzeitig umgebaut wird, ersetzt die Baugenehmigung die denkmalrechtliche Erlaubnis, und die Belange des Denkmalschutzes werden im Bauverfahren mitgeprüft. In jedem Fall gilt: Die Erlaubnis muss vorliegen, bevor das erste alte Fenster ausgebaut wird. Wer ohne Erlaubnis tauscht, riskiert ein Bußgeld und im ungünstigsten Fall die Auflage, die neuen Fenster wieder zu entfernen.

Für den Antrag braucht die Behörde aussagekräftige Unterlagen: Fotos der Fassade und der bestehenden Fenster, eine Beschreibung der geplanten Maßnahme und Detailzeichnungen der neuen Fenster. Hier nehmen wir Ihnen einen Großteil der Arbeit ab. Wir dokumentieren die vorhandenen Fenster bei der Bestandsaufnahme vor Ort, stellen die technischen Zeichnungen und Produktdaten für Ihre neuen Fenster zusammen und begleiten die Abstimmung mit der Behörde. Unser Tipp: Sprechen Sie den Antrag vorab mit der Unteren Denkmalschutzbehörde durch. Das erspart Rückfragen, und der Bescheid kommt in der Regel schneller.

Altes Holzfenster mit beschlagener Isolierverglasung als Anzeichen für einen nötigen Fensteraustausch

Förderung für Denkmalschutzfenster: gelockerte Anforderungen im Baudenkmal

Neue Fenster in einem Baudenkmal werden über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BAFA) bezuschusst, genauso wie in jedem anderen bestehenden Gebäude. Aktuell sind 15 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten möglich. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) kann sich die förderfähige Kostenobergrenze erhöhen und für den darüberliegenden Kostenanteil ein zusätzlicher Bonus möglich sein. Der entscheidende Unterschied liegt bei den technischen Anforderungen: Im normalen Bestandsgebäude muss ein neues Fenster einen Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) erreichen. Bei Baudenkmalen und bei sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz genügt ein Uw-Wert von höchstens 1,4 W/(m²K), weil hier der Erhalt des historischen Erscheinungsbildes Vorrang hat.

Für Sie heißt das: Auch schlanke Denkmalschutzfenster mit Zweifachverglasung können förderfähig sein. Die HistoricLine 10.68 erreicht einen Uw-Wert von ca. 1,3 W/(m²K) und liegt damit im Baudenkmal unter dem Grenzwert. Sie müssen sich also nicht zwischen historischer Optik und Förderung entscheiden.

Zwei Punkte sind im Denkmal besonders wichtig. Erstens muss ein Energieeffizienz-Experte eingebunden werden, der in der bundesweiten Expertenliste ausdrücklich für Baudenkmale zugelassen ist. Zweitens kommt es wie bei jeder BAFA-Förderung auf die Reihenfolge an: Der Förderantrag muss gestellt sein, bevor mit den Arbeiten begonnen wird, den Auftrag schließen Sie vorher mit einer Bedingung ab, die ihn an die Förderzusage knüpft. Wir prüfen die Voraussetzungen für Ihr Gebäude, liefern alle technischen Daten zu Ihren neuen Fenstern und unterstützen Sie bei der Antragstellung.

Neben dem BAFA-Zuschuss gibt es für Baudenkmale weitere Wege, die Kosten zu senken. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege kann Zuschüsse für den denkmalbedingten Mehraufwand gewähren. Der Antrag läuft über die Untere Denkmalschutzbehörde, und das Vorhaben sollte vorher mit dem zuständigen Gebietsreferenten des Landesamts besprochen werden. Außerdem lassen sich die Kosten für erforderliche Maßnahmen am Baudenkmal unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich absetzen. Wird das gesamte Gebäude energetisch saniert, kommt statt einzelner Maßnahmen auch die KfW-Förderung für das Effizienzhaus Denkmal infrage. Weil sich die verschiedenen Wege nicht beliebig kombinieren lassen und öffentliche Zuschüsse die steuerlich absetzbaren Kosten mindern, lohnt sich die Abstimmung mit Energieberater und Steuerberater, bevor der erste Antrag gestellt wird.

Ihr Altbau steht nicht unter Denkmalschutz? Dann gelten die normalen Anforderungen, alles dazu lesen Sie auf unserer Seite zum Fensteraustausch. Einen Überblick über alle Förderprogramme finden Sie auf unserer Förderseite.

Altes Holzfenster mit beschlagener Isolierverglasung als Anzeichen für einen nötigen Fensteraustausch

Was kosten Denkmalschutzfenster?

Denkmalschutzfenster sind immer Einzelanfertigungen, einen Pauschalpreis gibt es deshalb nicht. Die Kosten hängen vor allem von Größe und Form ab, von der Teilung und der Art der Sprossen, von Holzart und Verglasung und von historischen Details wie Kapitellen, Kämpferprofilen oder der Kittfalzoptik. Ein Rundbogenfenster aus Eiche mit echten, glasteilenden Sprossen ist deutlich aufwendiger als ein rechteckiges Fenster aus Lärche oder Meranti. Im Vergleich zu herkömmlichen Holzfenstern sollten Sie mit spürbar höheren Kosten rechnen, weil Profile, Formen und Teilungen individuell auf Ihr Gebäude abgestimmt werden.

Dem stehen gerade beim Baudenkmal gleich mehrere Möglichkeiten gegenüber, die Kosten zu senken, vom BAFA-Zuschuss über Zuschüsse der Denkmalpflege bis zur steuerlichen Abschreibung. Nach Bestandsaufnahme und Aufmaß erhalten Sie von uns ein transparentes Festpreisangebot, in dem alle Leistungen von der Fertigung über den Ausbau der alten Fenster bis zur Montage aufgeführt sind. So wissen Sie vor der Beauftragung genau, was Ihre neuen Fenster kosten, und haben eine verlässliche Grundlage für den Förderantrag.

So läuft Ihr Denkmalschutzprojekt bei E.D.A. ab

Von der ersten Besichtigung bis zum fertig eingebauten Fenster begleiten wir Sie durch alle Schritte, auch durch die, die ein Denkmal von einem gewöhnlichen Fenstertausch unterscheiden.

  1. Bestandsaufnahme vor Ort: Wir sehen uns Ihr Gebäude und die vorhandenen Fenster an, dokumentieren Profile, Teilung und Details und nehmen Maß. Ihr Projekt können Sie vorab auch in unserer 390 m² großen Ausstellung in Stadtbergen mit uns besprechen.
  2. Planung und Erlaubnisantrag: Auf Basis der Bestandsaufnahme planen wir Ihre neuen Fenster und stellen Zeichnungen und Produktdaten für den Antrag bei der Denkmalbehörde zusammen.
  3. Förderprüfung und Festpreisangebot: Wir prüfen, welche Förderung für Ihr Gebäude infrage kommt, und erstellen Ihr verbindliches Angebot. Der Förderantrag wird gestellt, bevor die Arbeiten beginnen.
  4. Fertigung nach Maß: Sobald die Erlaubnis vorliegt, werden Ihre Fenster exakt nach den abgestimmten Plänen gefertigt.
  5. Montage durch eigene Monteure: Unsere festangestellten Monteure bauen die alten Fenster behutsam aus und setzen die neuen Fenster nach RAL-Richtlinien ein, mit besonderer Sorgfalt an Laibung und historischem Mauerwerk. Zum Abschluss prüfen wir jedes Fenster auf seine Funktion und erklären Ihnen die Bedienung.

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen

Was unterscheidet Denkmalschutzfenster von normalen Holzfenstern?

Ein normales Holzfenster entsteht aus Serienprofilen, die auf Dämmung, Dichtheit und eine wirtschaftliche Fertigung ausgelegt sind. Ein Denkmalschutzfenster geht einen Schritt weiter: Profile, Ansichtsbreiten und Teilung werden so gewählt, dass das neue Fenster seinem historischen Vorbild entspricht, und historische Details, die bei Standardfenstern fehlen, werden nach dem Bestand am Gebäude ausgeführt. Technisch steckt trotzdem ein modernes Fenster dahinter, mit Isolierverglasung, umlaufenden Dichtungen und zeitgemäßen Beschlägen. Von außen wirkt es wie ein historisches Fenster, im Alltag schließt es dicht und dämmt um ein Vielfaches besser als ein altes, einfach verglastes Fenster.

Einen ersten Überblick gibt der Bayerische Denkmal-Atlas des Landesamts für Denkmalpflege. Dort sind die eingetragenen Baudenkmäler und Ensembles auf einer interaktiven Karte bis auf das einzelne Gebäude dargestellt, meist mit Foto und kurzer Beschreibung. Wichtig zu wissen: In Bayern hängt der Denkmalschutz nicht von der Eintragung ab, auch ein Gebäude, das dort nicht verzeichnet ist, kann ein Denkmal sein. Verbindliche Auskunft gibt das Landesamt für Denkmalpflege, erste Anlaufstelle ist Ihre Untere Denkmalschutzbehörde. Denken Sie auch an den Ensembleschutz: Ihr Haus kann für sich genommen kein Denkmal sein und trotzdem in einem geschützten Ensemble liegen, etwa in der Augsburger Altstadt. Dann gelten für neue Fenster ebenfalls besondere Regeln.

Ja. Energetische Verbesserungen sind auch im Denkmal ausdrücklich möglich, solange das Erscheinungsbild gewahrt bleibt. Kritisch geprüft wird deshalb weniger der Dämmwert selbst als seine Nebenwirkungen: breitere Rahmen, eine stärkere Spiegelung der Scheiben oder eine veränderte Glasfarbe, wie sie bei Mehrfachverglasungen auftreten kann. Moderne Denkmalschutzfenster lösen diesen Konflikt über schlanke Profile und eine sorgfältig gewählte Verglasung. Ob für Ihr Gebäude eine Dreifachverglasung infrage kommt oder ein schlankeres System mit Zweifachverglasung die bessere Wahl ist, klären wir vor dem Antrag gemeinsam mit Ihnen. Beide Varianten sind historischen Einfachfenstern energetisch weit überlegen.

In den meisten Fällen ja, entscheidend ist der Status Ihres Gebäudes. Ist es ein eingetragenes Baudenkmal oder Teil eines geschützten Ensembles, gelten für die BAFA-Förderung die gelockerten Anforderungen für Baudenkmale. Dasselbe gilt für Gebäude ohne Denkmalstatus, die von der Kommune als sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz eingestuft werden, etwa weil sie das Ortsbild prägen. Diese Einstufung bestätigt die Kommune für den Antrag. Für einen gewöhnlichen Altbau gelten die normalen Anforderungen, die unser System mit Dreifachverglasung ebenfalls erfüllt. In allen Fällen läuft die Förderung über einen Energieeffizienz-Experten und muss vor Beginn der Arbeiten beantragt werden. Wir prüfen gerne vorab, welcher Fall bei Ihrem Gebäude vorliegt.

Ja. Grundlage ist ein genaues Aufmaß am Gebäude, bei dem auch die Bogenform der vorhandenen Öffnungen exakt übernommen wird. Auf dieser Basis fertigen wir Rundbogen-, Stichbogen-, Segmentbogen- und Korbbogenfenster, ovale Fenster wie das Ochsenauge sowie Schräg- und Giebelfenster. Auch die ursprüngliche Aufteilung bleibt erhalten, etwa mit feststehenden Oberlichtern oder Stulpflügeln. Wo historische Details fehlen oder beschädigt sind, orientieren wir uns an erhaltenen Fenstern am selben Gebäude oder an alten Fotos und Plänen.

Gut gebaute Holzfenster halten viele Jahrzehnte, das zeigen nicht zuletzt die historischen Fenster selbst, die oft über hundert Jahre im Einsatz waren. Bei unseren Denkmalschutzfenstern sorgen ausgewählte Hölzer, der konstruktive Holzschutz über profilierte Wetterschenkel und die vierschichtige Oberflächenveredelung dafür, dass Feuchtigkeit gar nicht erst eindringt. Danach bestimmen vor allem Lage und Pflege die Lebensdauer: Fenster auf der Wetterseite werden stärker beansprucht als Fenster im geschützten Innenhof. Wer die Oberflächen regelmäßig reinigt, den Anstrich im Blick behält und kleine Schäden früh ausbessern lässt, hat über viele Jahrzehnte Freude an seinen Fenstern.

Ein normales Holzfenster entsteht aus Serienprofilen, die auf Dämmung, Dichtheit und eine wirtschaftliche Fertigung ausgelegt sind. Ein Denkmalschutzfenster geht einen Schritt weiter: Profile, Ansichtsbreiten und Teilung werden so gewählt, dass das neue Fenster seinem historischen Vorbild entspricht, und historische Details, die bei Standardfenstern fehlen, werden nach dem Bestand am Gebäude ausgeführt. Technisch steckt trotzdem ein modernes Fenster dahinter, mit Isolierverglasung, umlaufenden Dichtungen und zeitgemäßen Beschlägen. Von außen wirkt es wie ein historisches Fenster, im Alltag schließt es dicht und dämmt um ein Vielfaches besser als ein altes, einfach verglastes Fenster.

In aller Regel nicht. Bei Einzeldenkmälern bestehen die Denkmalbehörden meist auf Holzfenstern, weil Kunststoffprofile breiter wirken, eine andere Oberfläche haben und historische Details kaum glaubwürdig nachbilden können. Auch im Ensemble werden Kunststofffenster an sichtbaren Fassaden häufig abgelehnt, weil Fenster das Straßen- und Platzbild wesentlich mitprägen. Die Rechtsprechung in Bayern stützt diese Linie: Selbst der Austausch alter Kunststofffenster gegen neue gilt im Ensemble als erlaubnispflichtige Veränderung, einen Bestandsschutz für frühere Bausünden gibt es nicht. Die Behörde entscheidet zwar immer im Einzelfall, für ein Denkmal sollten Sie aber von Anfang an mit Holz planen.

Wir fertigen Denkmalschutzfenster vor allem aus Lärche, Meranti und Eiche. Lärche ist ein heimisches Nadelholz mit hohem Harzanteil und von Natur aus widerstandsfähig gegen Witterung. Meranti ist ein bewährtes, formstabiles Fensterholz mit gleichmäßiger Struktur und deshalb ideal für feine Profile. Eiche ist besonders hart und langlebig und kommt häufig dort zum Einsatz, wo auch die Originalfenster aus Eiche gefertigt waren oder die Maserung sichtbar bleiben soll. Welche Holzart infrage kommt, hängt neben Optik und Budget oft auch von den Vorgaben der Denkmalbehörde ab, die sich an den ursprünglichen Fenstern orientieren.

Ja, und das sieht man von außen nicht. Die Sicherheitstechnik steckt im Falz: Beschläge mit Pilzkopfzapfen greifen in Sicherheitsschließstücke und erschweren das Aufhebeln der Flügel erheblich. Dazu kommen abschließbare Griffe und auf Wunsch Verbundsicherheitsglas, das einem Einbruchversuch deutlich länger standhält als normales Isolierglas. Gerade im Erdgeschoss und an schlecht einsehbaren Fenstern lohnt es sich, diese Ausstattung von Anfang an einzuplanen. Die historische Ansicht mit Wetterschenkel, Sprossen und schlanken Profilen bleibt dabei vollständig erhalten.

Unter bestimmten Voraussetzungen ja. Für Baudenkmale sieht das Einkommensteuergesetz erhöhte Abschreibungen vor. Vermieten Sie Ihr Baudenkmal, können Sie die begünstigten Kosten nach § 7i EStG über zwölf Jahre vollständig abschreiben: acht Jahre lang jeweils bis zu 9 % und danach vier Jahre lang jeweils bis zu 7 %. Wohnen Sie selbst im Denkmal, können Sie nach § 10f EStG zehn Jahre lang jeweils bis zu 9 % der Kosten als Sonderausgaben abziehen. Voraussetzung ist in beiden Fällen, dass die Maßnahme zur Erhaltung des Baudenkmals erforderlich ist und vor Beginn mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt wurde. Das Landesamt stellt nach Abschluss die Bescheinigung aus, die Sie dem Finanzamt vorlegen. Öffentliche Zuschüsse, etwa vom BAFA, werden dabei von den begünstigten Kosten abgezogen. Sprechen Sie deshalb vor Beginn mit Ihrem Steuerberater, welche Kombination sich für Sie am meisten lohnt.

Das legt die Denkmalbehörde für das jeweilige Gebäude fest. Echte, glasteilende Sprossen entsprechen dem historischen Vorbild am genauesten: Jedes Feld hat eine eigene Scheibe, gehalten von schmalen Holzsprossen. Bei der Wiener Sprosse sitzt dagegen eine durchgehende Isolierglasscheibe im Flügel, auf die innen und außen Holzsprossen fest aufgesetzt werden. Ein Steg im Scheibenzwischenraum, genau unter den Sprossen, sorgt dafür, dass die Teilung auch beim schrägen Blick echt wirkt. Weil die Wiener Sprosse besser dämmt und wirtschaftlicher ist, akzeptieren viele Denkmalbehörden sie heute. Bei besonders bedeutenden Gebäuden wird dagegen häufig die echte Sprosse verlangt. Sprossen, die nur im Scheibenzwischenraum liegen, sind am Denkmal in der Regel nicht genehmigungsfähig.